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Anonym surfen
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Eine Liste der besten Anonymisierungsdienste (Teil 2) >>

Anonym surfen im Internet

Wenn Sie eine Webseite aufrufen oder irgend einen anderen Internetdienst verwenden, erfährt Ihr Gegenüber (der Webserver, Mailserver oder Filesharing-Partner) Ihre öffentliche IP-Adresse, damit er weiß, wohin er die gewünschten Antworten schicken kann. Webserver zeichnen meist zumindest einen Teil der Surf-Informationen in einem Logfile auf, darunter vor allem Ihre Internet-IP-Adresse samt Uhrzeit, Webbrowser-Version und der gesamten Surfhistorie. priv03_120Die Webseiten-Betreiber tun das, um statistische Daten zur Marketinganalyse zu erhalten, ihre Website optimieren zu können, und um sich gegen Missbrauch wehren zu können. Benutzen Sie den Internetzugang am Arbeitsplatz, kann der Datenverkehr zusätzlich noch über eine firmeneigene Zwischenstation laufen (den sog. Proxyserver), auf dem ebenfalls lückenlose Logfiles angelegt werden, in denen Sie sowohl über das Internet Zugangspasswort als auch über Ihre Arbeitsstation eindeutig identifizierbar sind. Es ist verbürgt, dass es sogar gelegentlich Abteilungsleiter gibt, die einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit “Schnüffeln” in Proxy-Logfiles verbringen. Auch wenn die Verwendung solcherart gewonnener Erkenntnisse möglicherweise rechtlich eingeschränkt ist, sind viele Menschen mit Recht der Auffassung, dass die Surfhistorie im Internet analog zum  Inhalt eines Telefongesprächs oder einem Brief dem schützenswerten Bereich der Privatsphäre zuzuordnen ist.

Um den Internetverkehr vor neugierigen Blicken zu verbergen, gibt es zahlreiche Anonymisierungsdienste, die sich auf die eine oder andere Art eigenen Proxyserver bedienen, und sowohl den Inhalt des HTTP-Verkehrs Ihres Browsers verschlüsseln, als auch Ihre IP-Adresse durch ihre eigene ersetzen. Die Datenpakete der besuchten Webseiten werden dabei einfach weitergeleitet, und im Logfile des besuchten Webservers finden sich nur noch die IP-Adressen des Anonymisierungsproxies und im Idealfall kein Hinweis auf Sie. Bei den einfachen Anonymisierungsdiensten müssen  Sie lediglich in Web Browser die URL eines der genannten Dienste anzugeben und im daraufhin erscheinenden Fenster die URL der eigentlichen Webseite, die sie besuchen wollen. Andere Lösungen, wie JAP, benötigen die Installation von Software, was zwar sichererer ist, aber z.B. im Internetcafé oder am Arbeitsplatz meist nicht möglich ist.

 

Die Verwendung von Anonymisierungsdiensten ist nach geltender Rechtsprechung nicht nur prinzipiell legal, sie wird von einigen staatlichen Datenschutzinstitutionen sogar publizistisch und finanziell gefördert. Das ist auch richtig so, denn gerade in Zeiten erhöhter Terrorgefahr sind Stammtischargumente wie “Ich habe doch nichts zu verbergen” für Gesetzgeber und Überwachungsbehörden allzu verlockend.

Bevor Sie allerdings Anonymisierungsdienste zum Browsen im Internet verwenden, sollten Sie sich unbedingt über die folgenden Punkte klar werden:

  • Anonymisierungsdienste sind kein Schutz vor Strafverfolgung, oder glauben Sie im Ernst, die Homeland Security Behörde der USA würde sich selbst den Zugriff auf einen in im eigenen Land betriebenen Anonymisierungsproxy versagen? Die bekannte Securityfirma Safeweb wurde sogar ganz offen von der CIA finanziert; ein Schelm, wer böses dabei denkt!
  • Der Arbeitgeber kann die nicht erlaubte Verwendung von Tools zum anonymen Surfen als Verstoß gegen seine IT Richtlinien werten. Im schlimmsten Fall riskieren Sie Ihre Entlassung.
  • In den Logfiles Ihres Arbeitgebers tauchen zwar möglicherweise die besuchten Websites nicht mehr auf, dafür aber die wohl bekannte Adresse des Anonymisierungsdienstes. Damit lenken Sie die Aufmerksamkeit eines misstrauischen Administrators ganz gezielt auf sich.
  • Verfallen Sie nicht dem Gefühl trügerischer Sicherheit: Haben Sie z.B. überprüft, ob Ihr Browser nicht doch die DNS-Anfrage nach illegal-warez.com an den Firmen-DNS-Server schickt (der ja ebenfalls mitprotokolliert)? Eine versehentlich im echten Browserfenster (statt beim Anonymisierungsdienst) eingegebene URL reicht schon aus, um Ihren Arbeitsvertrag zu gefährden. Möglicherweise enthält die Historie Ihres Browsers weiterhin eine Liste aller von Ihnen besuchter Websites und der Browsercache die dazugehörigen, möglicherweise kompromittierenden Bilder. In einem Windows-Netzwerk kann der Administrator darauf sogar zugreifen, ohne dass Sie das merken.
  • Kostenlose Anonymisierungsdienste sind sehr langsam. Erst gegen Bezahlung erhalten Sie die zum schnellen Surfen ausreichende Bandbreite.
  • Einige Finanzdienstleister und Forenserver haben bestimmte Anonymisierungsdienste ganz ausgesperrt, weil sie z.B. das kriminelle Posten von falschen, kursrelevanten Forenbeiträgen erschweren wollen.

weiter zu Teil 2: Populäre Anonymisierungsdienste und Lösungen >>

 

 


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